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Der Weg zum generischen Fantasy Skirmisher  

Es gibt viele schöne Tabletops auf dem Markt. Und auch ich bin vom Hobby-Schmetterling betroffen, der von System zu System flattert. Irgendwann versuchte ich mich selbst zu hinterfragen, was eigentlich passiert, dass ich mich nach einer Weile von einem System abwende, weil ich mir dachte, dass es nicht nur der Reiz des Neuen/der neuen Modelle sein kann, da die gespielten Systeme ja aktiv fortentwickelt wurden und werden und auch regelmäßig Neuerscheinungen erhielten und erhalten. -> Vollständigkeit  

Als Sammler häufte ich mit der Zeit Miniaturen verschiedenster Hersteller und Systeme an. Je länger ich im Hobby bin, umso mehr Miniaturenhersteller scheint es zu geben. Vor einiger Zeit tauchten dann auch die ersten Systeme auf, die es ermöglichten einerseits seine eigene Vorstellung einer Armee umzusetzen und andererseits die Miniaturen, die man so hat, in einem Spiel zu verwenden. -> Miniaturenmischung  

Nach einigem Überlegen glaubte ich, dass die Unzufriedenheit, welche sich nach einer Weile mit einem System einstellte, mit der fortlaufenden Entwicklung der Systeme zu tun haben könnte. Es hat mich irgendwann angestrengt, mit meinen Fraktionen nicht fertig werden zu können, da ja regelmäßig etwas Neues kam. Durch die Notwendigkeit kommerzieller Anbieter ständig was Neues rausbringen zu müssen, um den Betrieb am Laufen zu halten und durch die gleichzeitige Endlichkeit von Ideen und Möglichkeiten, die ein System zulässt, hatte ich zudem das Gefühl, dass alle Systeme mit der Zeit ein ähnliches Schicksal erwartet: die anfangs spielerisch diversifizierten Fraktionen gleichen sich mit der Zeit an; Nahkampfarmeen erhalten irgendwann Fernkämpfer, Fernkampfarmeen erhalten irgendwann Nahkämpfer, sodass irgendwann alle alles können. Zudem waren die Neuerscheinungen oft spielerisch den älteren Erscheinungen überlegen. Bestimmt gibt es auch in beiden Punkten Ausnahmen. -> Diversität der Fraktionen -> Keine Rüstungsspirale   Ich bin hauptsächlich, Sammler, Bastler und Maler und spiele nur gelegentlich. Obwohl mir das Verfolgen von neuen Editionen eines Systems auch Spaß macht, so war es manchmal hinderlich „mal eben“ ein Spiel zu absolvieren, weil ich gerade aus Zeitmangel vielleicht doch nicht auf dem neusten Regelstand war. Simple Spiele ermöglich zwar einen schnellen Wiedereinstieg, aber ein bisschen Komplexität finde ich persönlich nicht schlecht. -> Konstanz der Regeln  

Ich hatte nur gelegentlich mit Pen&Paper zu tun, aber ich bin durchaus anfällig für großdimensionale Tabellen, Fertigkeitenbäume und Optimierungen. Daher sind mir einerseits taktische Tiefen wichtig, anderseits möchte ich mich in Spielen nicht lange mit Simulationsparametern beschäftigen müssen. Wichtig ist mir auch, dass ich nach ein paar Spielen nicht schon das Gefühl habe das ganze Spiel und seine möglichen Abläufe zu kennen. -> Einfaches, schnelles Kampfgeschehen -> Taktische Möglichkeiten -> Variable Missionen  

Diese alle Gedanken haben mich dazu verleitet selbst ein Regelwerk zu verfassen. Es soll • in sich geschlossen sein, • sich mit allerlei Miniaturen spielen lassen, • Raum zu Verwirklichung eigener Armeeprojekte bieten, • logische, elegante Grundregeln haben, • ein Spielziel haben, dass sich nicht nur mit Rumwürfeln beschäftigt, sondern dessen Kampfabwicklung schnell handhabbar ist, dass aber auch taktische Tiefe und Langzeitmotivation bietet.  

Um diese Ziele zu erreichen, habe ich versucht das Kampfsystem von Descent, welches ich für simpel und schnell halte, mit herkömmlichen W6 darzustellen. In Sachen Spielabläufe, taktische Tiefe, Missionsvielfalt und Langzeitmotivation habe ich mich stark von Malifaux inspirieren lassen. Schließlich fand ich Anregungen zu Vereinfachungen in Frostgrave bzw. Rangers of Shadow Deep.  

Das ganze habe ich unter AGS - A Generic Skirmisher zusammengefasst und möchte es hier vorstellen bzw. zur Diskussion stellen. Es handelt sich um ein Skirmish-System für zwei Spieler mit etwa 5-10 Miniaturen pro Seite. Elf Fraktionen sollen eine glaubwürdige Heimat für möglichst viele Fantasy-Völer bieten.